Leder pflegen – Tipps & Tricks – Test

Leder pflegen leicht gemacht

Leder pflegenLeder ist ein äußerst robustes Naturprodukt, welches im Hinblick auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten kaum zu überbieten ist. Es ist nicht nur atmungsaktiv und elastisch, sondern kann sogar Körperflüssigkeiten aufnehmen, ohne eine feuchte Konsistenz zu bekommen – es lässt sich verformen, reißt nur im Extremfall und schützt effektiv vor Feuchtigkeit bzw. Kälte. Darum ist der Bereich „Leder pflegen“ das A und O.

Heutzutage gibt es mehr als 200 unterschiedliche Lederarten, die in den verschiedensten Bereichen verwendet werden, sei es für Möbelbezüge, Kleidung, Taschen, Schuhe oder auch Reitzubehör. Unterteilt wird Leder grob in zwei Gruppen, dem Rauleder und dem Glattleder. Zum Glattleder zählen dabei sämtliche folien- und lackbeschichtete sowie gefettete, ungedeckte und gewachste Leder. Rauleder bezieht dagegen Wildleder bzw. Veliursleder und Nubukleder ein.

Abhängig von der Lederart können die Eigenschaften des Materials ganz vielfältig sein. Insbesondere die Tierart, von dem das Leder stammt, hat einen großen Einfluss darauf. Leder von Schweinen, Pferden, Kälbern und Rindern gelten als äußerst robust und eignen sich daher auch hervorragend für den Arbeitsbereich bzw. für Sportzubehör. Schafs- und Ziegenleder gelten dagegen als etwas empfindlicher, feiner und edler.
Auch bei der Gerbung gibt es Unterschiede, denn es existiert sowohl die mineralische als auch die pflanzliche Gerbung. Mineralisches Gerben wird mit Hilfe von sogenannten Chromsalzen durchgeführt, die pflanzliche Gerbung dagegen mit löslichen, natürlichen Farbstoffen.

Doch ganz egal, um welche Lederart es sich auch handelt: Die richtige Lederpflege ist unerlässlich, damit das Material seine Schönheit behält und robust bleibt. Denn: Auch das strapazierfähigste Leder kann irgendwann bei falscher Behandlung porös werden. Inzwischen gibt es eine große Vielfalt an verschiedenen Pflegeprodukten auf dem Markt, die sich jedoch nicht für alle Lederarbeiten eignen. Wir stellen Ihnen die Möglichkeiten vor und zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Imprägnierspray – eine gute und einfache Möglichkeit der Lederpflege

Wildleder reinigen - ImprägniersprayVor allem bei Schuhen und Handtaschen aus Leder ist es unbedingt zu empfehlen, das Material zu imprägnieren, bevor man die Produkte trägt. Nur auf diese Weise bleibt das Leder auch bei Regen geschützt und erhält keine bleibenden Wasserflecken.

Imprägniersprays zum Leder pflegen sind schon für wenige Euros im Handel erhältlich, müssen allerdings auch regelmäßig aufgetragen werden, damit das Material entsprechend geschützt bleibt. Hier gilt grundsätzlich: Lieber etwas weniger als zu viel auftragen, denn auch zu viel Imprägnierspray kann das Leder schädigen! Wenn Sie das Spray alle sechs Wochen zum Leder pflegen aufsprühen und dabei sparsam dosieren, schützen Sie Ihr Lederprodukt optimal.

Übrigens: Feuchtigkeit kann auch in anderer Form Leder schädigen. Gerade bei Handtaschen wird daher immer ein Staubbeutel aus Stoff mitgeliefert – die Aufbewahrung in einer Plastiktüte kann dagegen Feuchtigkeit fördern und somit für irreparable Schäden durch Flecken auf dem Material sorgen.
Tipps zum Leder pflegen: Beseitigung von Flecken und anderen Verschmutzungen auf dem Leder
Falls es sich trotz aller Vorsicht einmal nicht vermeiden lässt, dass das Leder durch Feuchtigkeit Flecken erhalten hat, sollte man unbedingt vermeiden, das Material Wärme oder auch Sonnenlicht auszusetzen. Stellen Sie feuchte Lederschuhe bzw. Handtaschen oder andere hochwertige Lederprodukte nie auf die Heizung, um sie zu trocknen – das kann das Material nicht nur verziehen, sondern sogar porös werden lassen! Sonnenlicht lässt die Farbe dagegen verblassen und schädigt das Leder ebenso. Am einfachsten und sichersten ist das Trocknen von Leder an einem schattigen Platz an der frischen Luft.

Versuchen Sie, Flecken zunächst mit einem speziellen Leder-Radiergummi bzw. einem sauberen und für Leder geeigneten Schwamm zu entfernen. So schonen Sie das Material und können Verschmutzungen trotzdem loswerden. Wichtig: Testen Sie die Reinigungsprodukte zunächst an einer anderen, unauffälligen Stelle des Lederprodukts, um sicherzugehen, dass sie nicht etwa noch mehr Schäden anrichten, sondern auch wirklich das Leder pflegen.
In keinem Fall sollten Sie Nagellackentferner zum Leder pflegen verwenden, um Flecken zu beseitigen – das macht den Schaden in jedem Fall nur schlimmer und tut auch der Struktur keinen Gefallen.

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Richtig Leder pflegen: Die verschiedenen Lederarten und ihre individuelle Pflege

So viele verschiedene Lederarten es inzwischen gibt, so vielseitig sind die Möglichkeiten, diese auch zu pflegen. Deshalb ist es häufig nicht einfach, das passende Produkt zum Leder pflegen zu finden, denn schließlich möchte man das Material nicht unnötig strapazieren oder gar schädigen. Wir zeigen, worauf Sie beim Leder pflegen achten müssen.

Leder pflegen: Glattleder

Leder pflegenProdukte aus Glattleder lassen sich am besten mit einer flüssigen Pflege, wie einer Pflegemilch für Leder, behandeln. Sie macht das Material nicht nur weich und geschmeidig, sondern schützt auch vor schädlicher UV-Strahlung durch die Sonne. Darüber hinaus gibt es auch Creme-Produkte, die den gleichen Effekt erzielen. Sie unterscheiden sich nur in der Konsistenz von der Pflegemilch. Grundsätzlich gilt für beide Varianten, dass man sie sparsam dosieren sollte – genau wie es auch bei einem Imprägnierspray der Fall ist.
Verwendet man nämlich zu viel auf einmal, kann es schnell passieren, dass das Material die Pflege nicht vollständig aufnehmen kann und sich im schlimmsten Fall sogar Flecken bilden können. Bei Lederkleidung kann die Creme bzw. Milch sogar auf die restliche Kleidung abfärben. Auch hier reicht es völlig, die Pflegeprodukte alle sechs Wochen sparsam aufzutragen.

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Leder pflegen: Rauleder

Rauleder – zu dem unter anderem Nubukleder, Veloursleder und Wildleder gehören – gelten als relativ empfindlich und erfordern aus diesem Grund eine besonders angepasste Pflege, die sich speziell für das jeweilige Material und für seine Struktur eignet. Auch diese Lederarten dürfen und sollten alle sechs Wochen imprägniert werden. Allerdings sollten Sie für die Reinigung keine Creme, sondern eine spezielle Lederbürste benutzen – sie sind im Baumarkt, Lederfachhandel oder auch in Schuhgeschäften erhältlich, oder HIER auf Amazon.de. Bei kleineren Verschmutzungen und dezenten Flecken kann die Bürste oft schon gute Arbeit leisten. Sollte der Fleck größer sein, empfiehlt sich die Verwendung eines Radiergummis für Velours- bzw. Nubukleder. In keinem Fall dürfen Sie das Material mit Wasser reinigen, wenn Sie es nicht noch mehr schädigen möchten. Handtaschen, Schuhe und andere Produkte aus Rauleder dürfen nicht mit Wasser bzw. Seifenwasser in Kontakt kommen, da die Flecken dadurch meist noch großflächiger werden und sich kaum noch beseitigen lassen.

Zur speziellen Pflege von Wildleder haben wir HIER einen extra Artikel.

Leder pflegen: Lackleder

Produkte aus Lackleder gelten gegenüber denen aus anderen Lederarten als deutlich pflegeleichter. Einfetten oder eincremen ist hier in der Regel nicht nötig bzw. ohne sichtbaren Effekt, da das Material ohnehin recht robust ist und daher keine extra Pflege braucht. Dies liegt daran, dass das Leder sich nicht direkt an der Oberfläche, sondern unter der Lackschicht befindet – dadurch bleibt es wunderbar geschützt und muss nicht zusätzlich behandelt werden. Sollten sich auf der Oberfläche Verschmutzungen bzw. Flecken befinden, reicht es für gewöhnlich, einen feuchten Lappen zur Beseitigung zu verwenden. Seien Sie jedoch sehr achtsam bei der Aufbewahrung von Produkten aus Lackleder, denn es nimmt schnell fremde Farbstoffe auf und verfärbt sich dadurch unter Umständen – dieser Effekt wird gerade bei Wärme häufig noch verstärkt. Deshalb sollten Sie auch hier zum Leder pflegen darauf achten, dass Lacklederschuhe oder eine Handtasche aus Lackleder stets separat bzw. in einem dafür geeigneten Beutel aufbewahrt werden.

Das richtige Produkt zum Leder pflegen für jedes Produkt

Produkte zum Leder pflegen sind heutzutage in unterschiedlichen Varianten und Konsistenzen erhältlich, sei es flüssig, als Creme oder auch als Spray. Hier kann man schnell einmal den Überblick verlieren, jedoch hilft es, sich an einigen Eckpunkten zu orientieren.
Für die Pflege von Glattleder gibt es unterschiedliche Produkte von Sprays bis hin zur Creme – ganz egal, ob für Handtaschen, Schuhe, Ledersofa oder für Kleidung. Welches Produkt dabei das richtige zum Leder pflegen ist, kommt auf die Zusammensetzung der Pflegestoffe an.

Bei der Ölware ist zum Beispiel eine abgeschlossene Oberfläche des Leders zum Leder pflegen wichtig. Denn: Wird das Mittel zum Leder pflegen aufgetragen, können die Wachse und Fette so nicht in die tieferen Schichten des Leder eindringen, sondern verbleiben an der Oberfläche, die dadurch effektiv gepflegt wird. Das Pflegemittel verteilt sich gleichmäßig und es können sich keine Flecken bilden. Nach diesem einfachen Prinzip wird auch Schuhcreme zum Leder pflegen angewandt: Sie verwendet man zum Leder pflegen vor allem bei Schuhen aus Glattleder, um die Oberfläche vor äußeren Einflüssen zu schützen und um die Farbe zu intensivieren.

Bei Rauleder, wie beispielsweise Nubukleder und Veloursleder, sind zum Leder pflegen Produkte in Schaum- oder auch in Cremeform keine gute Wahl. Hier ist es besser, ein geeignetes Pflegespray zu nutzen. Das hat den Vorteil, dass das Produkt in minimaler Dosierung, nämlich in Form von feinen Aerosolen auf das Leder aufgetragen werden kann. Aus der Sprühdose wird das flüssige Treibgas in geringer Entfernung in Richtung des Leders gesprüht, welches sogleich verdampft, so dass es sich ideal auf dem Material verteilen und das Leder pflegen kann. Auf diese Weise lassen sich selbst sehr empfindliche Lederarten schonend behandeln, ohne dass dabei unschöne Flecken oder andere Rückstände beim Leder pflegen entstehen, welche die Optik beeinträchtigen könnten.

Eine andere Möglichkeit zum Leder pflegen ist, ein Produkt auf Wasserbasis zu verwenden – hierbei handelt es sich jedoch natürlich nicht um pures Wasser, sondern um sogenannte Emulsionen. Spezielle Pflegewachse für Leder werden dafür mit Emulgaatoren angereichert, die mit etwas Wasser versetzt werden. Das Resultat ist eine Art Pflegemilch, die sowohl als Schaum als auch als Flüssigkeit in Flaschen erhältlich ist. Sie eignen sich optimal zum Leder pflegen – egal, ob Feinleder in Form von Bekleidung oder Möbelstücke.

Leder pflegen – ein Muss

3Ganz egal, für welche Variante Sie sich auch entscheiden – es ist wichtig, sich vor der Auswahl eines Produkts darüber zu informieren, was sich für die jeweilige Lederart am besten eignet. Denn: Bei Leder schadet es nicht, vorsichtiger zu sein, um das empfindliche Material nicht zu schädigen, sondern stattdessen langfristig zu schützen. Nur so behält es seine edle Optik für mehrere Jahre – egal, ob Kleidung, Schuhe oder Mobiliar.